Geschichte

Die Vielzahl der historischen Territorien Thüringens ist für Genealogen und Heimatforscher von je her ein besonderes Forschungsgebiet mit eigenen Ansprüchen. Familienforscher durch Kontakte miteinander zu verknüpfen und zur Erforschung der Thüringer Genealogie beizutragen, sind die wichtigsten Aufgaben, welche sich unser Verein gestellt hat.

Hierfür können wir an historische Forschungsgrundlagen aus Vorkriegszeiten anknüpfen, welche im vereinseigenen Archiv und der Bibliothek im Stadtarchiv Erfurt einsehbar sind. Gegen vielerlei Widrigkeiten des SED-Regimes gründeten interessierte Forscher im Februar 1984 einen genealogischen Arbeitskreis für die Bezirke Erfurt, Suhl und Gera unter dem damaligen Kulturbund. Dieser wurde im August 1990 mit ca. 70 Mitgliedern in einen Verein für den Freistaat Thüringen und die ehemaligen Thüringer Gebiete umgewandelt. Heute hat sich das Betätigungsfeld der AGT im Gegensatz zur Gründung um ein Vielfaches erweitert.

Während unser Mitteilungsblatt v.a. der Bekanntgabe von Terminen galt, hat es sich in den vergangenen Jahren zu einem Publikationsmedium aktueller genealogischer Fragestellungen, Publikationen und persönlicher Forschungsergebnisse gewandelt. Genealogische Abende wurden wieder eingerichtet und Kontakte mit regionalen Vereinen in unserem Forschungsgebiet geknüpft.

Rege Beteiligung, auch auf Bundesebene, hat unseren kleinen Verein zu einem der aktivsten in Deutschland werden lassen. So traf man sich zum ersten Genealogentag nach Kriegsende in Mitteldeutschland im Jahre 1992 in Eisenach und kurz darauf 1994 in Erfurt. Auch im Jahr 2015 fand der Deutsche Genealogentag in Thüringen statt, in der heimlichen Hauptstadt der Genealogie – in Gotha. Auch sind einige Mitglieder in den Arbeitsgruppen oder im Vorstand des deutschen Dachverbandes DAGV aktiv.

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