Forschung

Einiger unserer Mitglieder haben sich nicht nur der Erforschung der eigenen Vorfahren sondern auch spezifischer Personengruppen oder Orte verschrieben.

Migrationsforschung

Das Leben unserer Vorfahren war weniger statisch, als man vielfach glaubt. Migrationen aus wirtschaftlichen, religiösen oder kulturellen Beweggründen gab es schon immer. Für den einzelnen Familienforscher ist dies jedoch nicht immer direkt erkenn- und nachvollziehbar. Er ist daher vielfach auf überregionale Zusammenarbeit mit anderen Forschern angewiesen. Hierin liegt der eigentliche Sinn gemeinsamer Forschung und damit auch der von genealogischen Vereinen.

Auswanderer

Sie spielen für uns eine sehr große Rolle. Vor allem, wenn man sich vor Augen hält, dass z.B. ein Viertel aller U.S.-Bürger deutsche Wurzeln hat. Aber nicht nur dorthin sind Thüringer ausgewandert. Südamerika, Australien, Afrika, aber auch die Niederlande waren ebenso Ziele mehrerer Auswanderungswellen. Entsprechend groß ist die Nachfrage aus dem Ausland, die wir zukünftig mit einer eigenen Auswanderer-Datenbank befriedigen möchten. Astrid Adler hat bereits viel zu Auswanderen aus Sachsen-Weimar-Eisenach geforscht.

Einwanderer

Aber es gab auch Einwanderungen, wie man heute unschwer an Familiennamen erkennen kann. Vor allem durch Kriege, Vertreibung aber auch aus wirtschaftlichen, religiösen und kulturellen Gründen zog es viele Menschen nach Thüringen. Jeder zweite Erfurter hat aktuell einen “Migrationshintergrund”. Dr. Egbert Seidel hat sich auf die italienischen Einwanderer spezialisiert.

Sozial mobile Berufsgruppen

Müller, Schäfer, Soldaten oder Beamte sind für Familienforscher oft ein “Toter Punkt”. Wo kamen Sie her, wo gingen sie hin? Punktuelle Suche an einem Ort bringt hier nur wenige Erkenntnisse über das Leben dieser Vorfahren. Gemeinsame Forschung bringt hier etwas mehr Licht ins Dunkel.

Ein Großteil der evangelischen Pastoren sind in den Thüringer Pfarrerbüchern bereits erfasst. Die mit ihnen oft verwandten Lehrerfamilien werden derzeit von Tino Herrmann erforscht und in der Schuldiener-Datenbank Sachsen-Gotha erfasst.

Ortsfamilienbücher

Der Erforschung aller Familien, die an einem Ort oder in einem Kirchspiel gelebt haben, haben sich auch einige unserer Forscherfreunde verschrieben. Dies ist eine sehr spannende, aber auch zeitaufwändige Arbeit. Es benötigt mitunter Jahre, bis eine derartige Forschung als abgeschlossen betrachtet werden kann. Auf diesem Gebiet sind vor allem Christian Kirchner (Raum Gotha und Mühlhausen), Uwe Scheerschmidt (Raum Schmalkalden und Arnstadt) und Tino Herrmann (Raum Gotha) aktiv.

Das man dabei gerade als Anfänger nicht immer alles richtig macht, liegt in der Natur der Sache. Wenn eine oft jahrelange Arbeit durch handwerkliche Fehler abgemindert wird, ist unschön. Rezensionen wie z.B. die zum OFB Kleingrabe oder zum OFB Oberschönau dienen jedoch der Kritik und werden in der weiteren Forschungsarbeit dankbar angenommen.

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