Genealogie-Programme vorgestellt

Hospital Maria MagdalenaFoto: Tino Herrmann

Unser neues Domizil, das Haus der Genealogie stand nun zum ersten Mal für das das Treffen der Regionalgruppe „Gothaer und Eisenacher Land zur Verfügung“. An diesem Nachmittag wurden vom Leiter der Regionalgruppe Tino Herrmann zwei Genealogie-Programme vorgestellt.

Zunächst ging es um das überaus komplexe Programm GFAhnen, welches von unseren südlicheren Forschernachbarn aus Franken vertrieben wird. Einen kleinen Einstieg und ein paar Tipps und Tricks sollten für diesen Nachmittag jedoch erst einmal genügen, das Programm und seine Möglichkeiten ist zu umfangreich. Wichtig war, vor allem Interesse für das Programm zu wecken und die grundsätzliche Bedienung sowie einige der vielfältigen Ausgabemöglichkeiten zu erklären. Einige Forscherfreunde haben sich entweder das Programm bereits gekauft oder sind ihrer Entscheidung dafür oder dagegen nun ein wenig näher gekommen.

Unsere Auswanderer-Datenbank stand danach auf der Tagesordnung. Mit TNG haben wir uns für ein Internet-basierendes System entschieden, das gleichzeitige und ortsungebundene Bearbeitung für unsere Forscherfreunde möglich macht. Auch hier ging es im Laufe des Nachmittags um die grundsätzliche Bedienung und die Formatierung der Eingaben.

Wie immer rundeten persönliche Gespräche und der Austausch von Forschungsergebnissen das Regionalgruppentreffen ab.

 

Aktuelle Probleme der Genealogie und die „Leipziger Richtlinien“

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Die Leipziger Richtlinien der Deutschen Zentralstelle für Genealogie für die Darstellung genealogischer Rechercheergebnisse sind eindeutig und waren vor dem elektronischen Zeitalter allgemein anerkannt. Die Vorgaben waren klar definiert und für Neueinsteiger standen entsprechende Vordrucke zur Verfügung (die auch heute noch abrufbar sind). Heute, im elektronischen bzw. digitalen Zeitalter macht im Grunde jeder was er will und manchem „Altgenealogen“ erscheinen die heute gängigen Netzpräsentationen und Webseiten kaum altbewährten genealogischen Standards entsprechend.

Zu viele unterschiedliche Genealogieprogramme und Datenbanksysteme konkurrieren miteinander (der kundenorientierte „Markt“ bietet die entsprechenden Einkaufsmöglichkeiten) und lässt den interessierten Neueinsteiger zumindest am Beginn orientierungslos. Oft werden Grundvoraussetzungen genealogischer Präsentationen missachtet. Nur wenige Webseiten z.B. erfüllen notwendige Bedingungen. Das beginnt bei der Darstellung der Familienstämme, die oft ohne Ortsbezug aufgelistet werden und setzt sich mit der Ortsliste fort, die dann entsprechend ohne Nennung der auftretenden Familiennamen dargestellt wird (so es überhaupt eine solche Ortsliste gibt, je nach verwendetem Programm). Berufslisten und Übersichten bzw. Listen der Stiefahnen fehlen fast regelmäßig vollständig, ganz abgesehen vom notwendigen Quellenwerk und Literaturverzeichnis. Die Programmierer sind sicherlich intelligente Menschen, jedoch scheinbar oft ohne historisches Verständnis, sonst würden früher bekannte Grundsätze anerkannt werden.

Dazu gehört beispielsweise eine Auflistung der Orte im historischen Kontext. Es ist im genealogischen Sinne unsinnig, etwa eine Ortsliste nach heute geltenden politisch-administrativen Zuordnungen (und dann möglicherweise auch noch mit aktuellen bundesdeutschen PLZ versehen) zu erstellen. Vorteilhafter ist es stets, eine Zuordnung zu verwenden, die der Länder- und Ämtergliederung des I. Reiches (bis 1806) entsprach, weil der zahlenmäßig kleinste Teil der Vorfahren (zumindest in unserer Generation zeitlich absteigend bis zur 4. oder 5. Ahnenreihe) im 19. Jh. gelebt haben dürfte, die zahlenmäßig weitaus größere Vorfahrengruppe aber bereits vor 1800 lebte. Dementsprechend ist das Hauptaugenmerk einer Ortsliste auf diese Zeit zu legen, nicht auf das 19. oder 20. Jh. Wenn in einer beliebigen Ortsliste beispielsweise zu lesen ist „Wroclaw/ Polen: Meyer, Müller, Schulze“ so ist das historisch und sachlich falsch, weil die betreffenden Probanden niemals in Wroclaw/ Polen ansässig waren (man kann sich helfen: Breslau, Prov. Schlesien, heute Wroclaw/ Polen). Dies nur als ein Beispiel.

Die Defizite werden sichtbar, wenn es sich um die Einordnung von möglicherweise noch mehrfach im politischen Territorium eines deutschen Landes vorkommenden Ortes handelt, der nicht eindeutig benannt wird. So verlor das bis 1806 bestehende Kurfürstentum Sachsen 1815 (als nunmehriges Königreich) beispielsweise drei Fünftel seines damaligen Staatsgebietes mit etwa 40 % seiner Bevölkerung an Preußen. Preußen fasste diese annektierten Gebiete i.J. 1815 als ein nunmehriges Herzogtum Sachsen zusammen und gliederte es noch im gleichen Jahr an Preußen an. Noch 1815 wurde daraus die neue preußische Provinz Sachsen und dieselbe in Preußen eingegliedert. So wurden zwei Fünftel der früheren Sachsen zu preußischen Staatsbürgern und aus zeitgenössischen Berichten ist bekannt, wie sehr die betroffene Bevölkerung darunter litt. Zeitgenossen des 20./ 21. Jh. können sich das heute nicht mehr vorstellen, aber die Menschen
des 18. u. z.T. noch des 19. Jh. definierten sich zuallererst noch lediglich über die Landschaft, in der sie lebten, dann über das politische Territorium, dem sie angehörten (also Sachsen, Braunschweig, Hannover usw.). Eine deutsche Identität in dem Sinne gab es (noch) nicht.

Wie aber findet diese historische Konstellation ihren Niederschlag in den Netzpräsentationen von heute, in den quantitativ aufgeblähten Datenbanken? Aus leichtfertigen Umgang mit geographischen Termini (meist aus Unkenntnis historischer Zusammenhänge) erwachsen dann oft Missverständnisse und falsch eingeordnete Fragestellungen in Mailinglisten und Genealogieforen. Vielen Laiengenealogen sind geographische Begriffe wie zum Beispiel „Sachsen“ eben nicht geläufig. Dabei wird der alte Grundsatz missachtet, dass geographische Bezeichnungen (ebenso freilich Rechts- und sozioökonomische Begriffe) an Ort und Zeit, mithin den konkreten politisch-administrativen Raum gebunden sind. Würden diese ausreichend untersucht und hinterfragt käme es nicht zu Missverständnissen und falschen Zuordnungen. So manchem heutigen Laiengenealogen ist beispielsweise der Unterschied zwischen Sachsen und der preußischen Provinz Sachsen nicht klar. So kommt es immer wieder auch zu Verwechslungen zwischen der Landeskirche Sachsen und der ev. Kirchenprovinz Sachsen. Dass „Sachsen“ noch zur Goethezeit eine völlig andere Bedeutung hatte wird überdies außer Acht gelassen. Damals unterschied man zwischen dem albertinischen Kursachsen und Sachsen, das ist das ernestinische Sachsen, heute den größeren Teil des Bundeslandes Thüringen bildend. Die Zeitgenossen Goethes sprachen überwiegend von Sachsen, nur selten von Thüringen (dieses nur ein Landschaftsbegriff, zumal es auch kursächsische Ämter in Thüringen, den Thüringer Kreis bildend, gab) wenn sie die sächsisch-ernestinischen Herzogtümer meinten. Auch an diesem Beispiel wird deutlich, wie sich die Bedeutung geographischer Bezeichnungen im geschichtlichen Prozess verändert.

Es kann nur immer wieder darauf hingewiesen werden, dass sich jeder Laiengenealoge darüber klarwerden muss, was er mit seinen genealogischen Recherchen eigentlich bezwecken will. Die Antriebe, sich genealogisch zu betätigen sind sicherlich vielfältig, die individuellen Intentionen ebenso. Der ernsthafte (Laien-)Genealoge wird immer bemüht sein, das Leben der Vorfahren im Kontext der Zeit zu betrachten, also nicht in erster Linie Daten zu recherchieren (und diese in an sich wertlosen Datenbanken zu präsentieren), sondern das Leben von Individuen (Vorfahren) und Kleingruppen (Handwerker, Sonderberufe, Führungsschichten, Adlige) in ihrer Zeit untersuchen. Genealogie ist in allererster Linie also die Beschäftigung mit Regional- und Landesgeschichte, mit Sozial-, Wirtschafts- und Rechtsgeschichte. Diese Aspekte werden heute leider viel zu wenig beachtet, im Vordergrund genealogischer Betätigung sehr vieler „Familienforscher“ steht das bloße Aneinanderfügen von ermittelten Generationenfolgen und deren sehr oberflächliche Darstellung in Homepages. Die Verlockungen des Netzes und die Möglichkeiten der Auswertung von Datenbanken und privaten Netzseiten interpretieren heute leider viele als „Genealogie“. Netzrecherche mag bei der Auffindung von Vorfahrenreihen ein möglicher Rechercheweg sein, er führt sicherlich wenigstens zum Teil auch zu befriedigenden Ergebnissen. Erschöpft sich die genealogische Aktivität jedoch in diesem Verfahren kann kaum von ernsthaft betriebener Familiengeschichtsforschung gesprochen werden. Es soll Laienforscher geben, die auf umfangreiche Datenbankbestände verweisen können, aber noch nie eine Kirchenbuchseite gesehen oder eine Verfilmung ausgewertet haben.

Die grundsätzlich sich ergebende Frage nämlich ist, was eigentlich Genealogie bezwecken soll, welche grundsätzliche Ausrichtung sie hat. Diese Frage ist eindeutig zu beantworten, wenn man die Genealogie ernsthaft als historische Hilfswissenschaft begreift. Diesem Anspruch könnte entgegnet werden, dass Vielen die Genealogie „Hobby“ und Freizeitbetätigung ist. Mag sein. Dann aber handelt es sich nicht um ernsthaft und korrekt betriebene Genealogie, sondern allenfalls um „Ahnenforschung“ oder „Familienforschung“ (im minderen Sinne). Genealogie als Hilfswissenschaft betrieben geht jedoch darüber hinaus, hat im Grunde auch nichts mit Freizeitspaß oder Freude am Hobby zu tun (was nicht bedeutet, dass sich die Beschäftigung mit den Vorfahren nicht auch mit innerer Befriedigung und letztlich Freude an den Ergebnissen verbindet).

Dem entspricht, dass ein Teil der sich heute genealogisch betätigenden Freizeitforscher hauptsächlich nur noch Netzrecherchen betreibt, private Netzseiten und Datenbanken ausgewertet werden und sich in spezialisierten Internetforen oder Mailinglisten eingelesen wird. Das aber hat wenig mit Genealogie im ursprünglichen und im tatsächlichen Sinn zu tun. Möglicherweise befindet sich die Genealogie also an einem Scheidepunkt. So sehr die Entwicklung zu begrüßen ist, dass sich wieder breitere Bevölkerungsschichten diesem Thema der eigenen Familiengeschichte zuwenden desto mehr ist eine Tendenz zur Aufweichung von grundlegenden Bedingungen bei der Durchführung familiengeschichtlicher Recherchen zu beobachten.

Diese Entwicklung wird von einer zunehmenden Kommerzialisierung der Genealogie begleitet. Jede Information scheint heute käuflich gemacht werden zu müssen. Dass Rechercheleistungen Aufwand bedeutet, der entsprechend honoriert werden muss soll dabei nicht infrage gestellt werden. Aber so wie alle Bereiche und Lebensgebiete der westlichen Industriegesellschaften einer durchdringenden Monetarisierung unterliegen wird auch die Familiengeschichtsforschung von allen Beteiligten (private Interessenten, Kirchengemeinden, Vereine usw.) inzwischen vollständig und umfassend kommerzialisiert. Dass es hier immer noch ausreichend zu nennende Ausnahmen gibt, lässt andererseits freilich hoffen.
Trotzdem muss die zunehmende Verquickung von Genealogie und Geschäft Sorge bereiten. Es obliegt uns, den aktiven und ernsthaften Laiengenealogen, dieser Entwicklung nicht Vorschub zu leisten und darauf zu achten, dass die ursprünglichen Werte und Verhaltensmaßregeln auch weiterhin Bestand haben und gültig bleiben.

„Die Thüringer Sippe“ – Inhaltsverzeichnis 3. Jahrgang 1937

AGT
  • Apel, Hans: Entschwundene Jenaer Familiennamen aus der Zeit von 1400-1600, S. 17
  • Buchbesprechung (Jossy Torrund: Von einem d. seine Ahnen suchen ging), S. 47
  • Bücher, Neue (Murr, Erich: Sippenkunde), S. 15
  • Falk: Meisel und Mäusel in Leutenburg und Schleiz, S. 20
  • Familienverbände: (Hoßfeld, Keyßner), S. 14
  • Fischer, Walter: Alteisenacher Hirtensippen, S. 41
  • Hänsel, Robert: Leichenpredigten i. d. Fürstl. Schloßbibliothek in Ebersdorf (Thür.), S. 81
  • Hohl, Fritz: Sippenbund Hohl, S. 47
  • Keßler, Gerhard: Die Fam. Muhlpfort in Jena, S. 49
  • Mann, Friedrich: Verzeichnis d. 1426 bei Aussig gefallenen Langensalzaer, S. 62
  • Mann, Friedrich: Thamsbrücker Ratslinie 1336-1800, S.145
  • Marold, Otto: Ober standesamtliche Hinweise, S. 30
  • Matthes, Hans Eberhard: Luthers Persönlichkeit im Lichte der Sippenforschung (in Thür. Fähnlein), S.125
  • Mayer, Kurt: Volksbund d. deut. sippenkundlichen Vereine, S. 23
  • Mucke, Th.: Niederlassung von Soldaten des 30-jährigen Krieges im Herzogtum Sachsen-Weimar, S.113
  • Müller, Karl: Eine Musterung in Arnstadt im Jahre 1813, S.25
  • Preller, Hugo: Die Stammtafel des Malers d. Weimarer Odysseebilder, Friedrich Preller, S. 65
  • Rollert, Otto: Die Erfurter Bürgerbücher für die Zeit 1670-1820, S. 75
  • Rollert, Otto: Doktor-Promotionen d. jur. Fakultät d. Univ. Erfurt, 1628-1717, S.118
  • Schede, Kurt: Perücke und Brautbett, S. 77
  • Schindhelm, E. :Die Geschlechter Trautmann u. Feuerstein in Rotttdorf bei Blankenhain, S. 30
  • Steiner, Dr. Gerhard: Juden u. Heidentaufen im 18. Jahrhundert, S. 90
  • Stössinger, Siegfr. : Zur Frage d. Erschließung sippenkundlichen Stoffes, S. 13
  • Tille: Todesursachen, S. 20
  • Tröge, Walther: Thüringische Gärtnersippe als Bahnbrecher neuer Zeiten, S. 9
  • Tröge, Walther: Historisch-Genealogische Gesellschaft (Ortsgruppe Weimar d. TGS), S. 32
  • Tröge, Walther: Beiträge zu einer Geschichte d. Müllersippe Letsch in Mauna (Bez. Jena), S. 25

Jahresgabe 1937 im Inhaltsverzeichnis nicht mit einbezogen

„Die Thüringer Sippe“ – Inhaltsverzeichnis 2. Jahrgang 1936

AGT
  • Bach, Walther: Der Kontrapunktist Johann Christoph Bach, S. 17
  • Bessenroth, Dr. O.: Persönlichkeitsforschung und Sippenkunde, S. 25
  • b.t. Im Spiegel meiner Ahnen, S. 73
  • Falk, Dr. …. (Plauen): Mit Pfarrern und Pfarrerstöchtern in 400 Jahren durchs Thüringer Land, S. 2
  • Frank, Bruno H. W.: Thüringer in Siebenbürgen, S. 74
  • Hänsel, Robert: Leichenpredigten i. d. Fürstlichen Schloßbibliothek in Schleiz, S. 49
  • Henschel, W. (Pfarrer): Die Bevölkerung d. Gemeinde Urspringen vor d. Rhön, S. 33
  • Hoßfeld, Werner: Thüringer Landsleute auf d. alten Straßburger Hochschule, S. 65
  • Kallbrunner, Dr. …. : Thür. Auswanderer nach Südosten, S. 86
  • Kuhnert, Dr. Herbert (Rudolstadt): Aus der industriellen Sippenkunde d. Thür. Waldes, S. 1
  • Mayer, Dr. Kurt: Aufruf! Die Wappenbücher v. Arlberg, S. 92
  • Meyer, K. H.: Die Vorfahren des Friedrich Justus Bertuch, S. 83
  • Mucke, Reg.-Rat: Sondershausens Scharfrichter, S. 27
  • Oberländer, Pfarrer i.R. (Meiningen): Das Vachdorfer Seelenregister von 1792, S. 41
  • Schmidt, Friedrich L.: Arbeit der Ortsgruppe Zeulenroda d. TGS, S. 78
  • Schmidt, (? Dr. Werner, Südafrika) : Der Burengeneral Botha ein Thüringer Bauernsproß, S. 19
  • Schmidt-Ewald, Dr. Walter: Die Gothaer Tagung d. deut. Sippenforscher, S. 4
  • Schmidt-Ewald, Dr. Walter: Bekannte Thüringer Sippen i. d. Vereinigten Staaten, S. 7
  • Schmidt-Ewald, Dr. Walter: Vom Rabbiner zum thüringischen Landpfarrer, S. 57
  • Schmidt-Ewald, Dr. Walter: Sippenkunde und Auslandsdeutschtum, S. 75
  • Schmidt-Ewald, Dr. Walter: Zweite Landestagung der TGS in Gera, S. 94
  • Schmidt-Ewald, Dr. Walter: Jahresgabe 1936/5. Bogen Nov.1936, Ein Beitrag zum Landesaufgebot des Fürstlichen Amtes Roda und Stiftes Roda 1582.
  • Steiner, Dr. Gerhard: Juden und Heidentaufen im 18. Jahrh., S. 81, 88
  • Tille, Armin (Bonn): Familienerbe u. Umwelt, S. 9
  • Thüringer in Ostpreußen, S. 20

Buchbesprechungen

  • Dr. Bammler /Johannes Bischoff-Cobg. Farn. S. 87
  • Paul Arnold Grun.: Leseschlüssel zu unserer Schrift, Starke S. 65
  • …. …. S. 69

Familientage u. Sippenblätter

  • S. 79

Gelegenheitsfunde

  • S. 86

Kleine Mitteilungen

  • Hist. Gen. Gesellschaft Weimar (W. Tröge 1. Vorsitzender) S. 8
  • Eisenach S. 15
  • …. …. S. 32
  • …. …. S. = E. S. 88

Nachrichten

  • Ortsgruppe Mühlhausen S. 24
  • Rudolstadt S. 54
  • Gotha S. 55

Jahresgabe

(unvollständig): -Namenweiser zum Jahrgang 1935,

  1. Bogen /Oehring: Musterungsliste des Amtes Gotha 1588,
  • Toepel: Zinngießer von Gera,
  • F.L. Schmidt: Quellen d. Zeulenrodaer Stadtarchivs,
  • Falk: Thüringer in den Kirchenbüchern von Plauen S. 97 bis 112
  1. Bogen ….
  2. Bogen /Dr. A. Wandsleb: Die Bürger von Leutenberg 1496-1680 S.129 bis 144
  3. Bogen ….
  4. Bogen ….

Die Zusammenstellung des Inhaltsverzeichnisses erfolgte durch unseren langjährigen Vereinsvorsitzenden und Ehrenmitglied Peter-Jürgen Klippstein.

„Die Thüringer Sippe“ – Inhaltsverzeichnis 1. Jahrgang 1935

AGT
  • Blaß, Otto: Einwohnerliste von zimmern infra. Anno 1695:, S. 48
  • Buchbesprechungen: Ahnentafel von Rudolf Heß S.=E., S. 11
  • Falk, Dr. Rudolf (Plauen): Die Erschließung u. Veröffentlichung sippenkundlichen Stoffes, S. 13
  • Familientag der Bonsacks, S. 12
  • Kutschenbach, Rolf v.: Der „Gotha“/ 172 Jahre Gothaer Hofkalender, S. 21
  • Mann, Friedrich (Langensalza): Thüringer im ältesten Berliner Bürgerbuch (1453-1700), S. 42
  • Kleine Mitteilungen: S. 12
  • Auflösung des Reichsvereins f. Sippenforschung u. Wappenkunde (RSW), S. 27
  • Verein f. Familienforscher Zeulenroda, S. 27
  • Satzungen der Thüringischen Gesellschaft für Sippenkunde (TSG), S. 17
  • Schmidt, Dr. jur. Georg: Eine Ahnenhalle im Saalfelder Heimatmuseum, S. 26
  • Schmidt, Dr. jur. Georg: s. Mitteilungen /Saalfeld, S. 19
  • Schmidt-Ewald, Dr. Walter: 150 Jahre Justus Perthes, S. 20
  • Unser Ziel (TSG), S. 1
  • Tille, Armin (Bonn): Thüringer i. d. Heimat u. i. d. Fremde, S. 4
  • Tümmler, Dr. H. (Essen): Verzeichnis d. i. ältesten Stadtbuch von Rastenberg (1486-1602) genannten Personen, S. 29
  • Namensweiser zum 1.Jahrgang (1935) der TS, S. 6

 

Die Zusammenstellung des Inhaltsverzeichnisses erfolgte durch unseren langjährigen Vereinsvorsitzenden und Ehrenmitglied Peter-Jürgen Klippstein.

„Die Thüringer Sippe“ – Inhaltsverzeichnis 4. Jahrgang 1938

AGT

Aufsätze

  • Bamler, Dr. Friedrich: Die Verkartung der thüringischen Kirchenbücher, S. 17
  • Bauer, Max: Bürgergeschlechter der Stadt Gera Anno 1532 u. 1542, S. 5
  • Bruchmann, Dr.: Thüringische Gelegenheitsfunde aus schlesischen Archivalien,  S. 13
  • Habild, Bodo: Fröbel-Greiner. Erzieher u. Erfinder in einem Sippenkreis, S. 58
  • Hänsel, Robert: Die Handels und Lehnsbücher, eine wichtige Familiengeschichtsquelle, S. 26
  • Heym, Benno: Die Sippen Heim-Heym, S. 87
  • Kleinsteuber, H.: Kinderreichtum in alter Zeit, S. 44
  • Koetschau, Dr. Paul: Die thüringische Sippe Koetschau, ihr Ursprung u. ihre Entwicklung bis etwa 1600, S. 65
  • Kühnert, Dr. Herbert: Ein hessischer Bach-Stamm, S. 43
  • Maroldt, Otto: Das neue standesamtliche Hinweisverfahren, S. 81
  • Mucke, Th .. : Familien hinter dem Ettersberge, S. 33
  • Pfeiffer, W.: Rittergeschlechter auf dem Edelhofe in Unterwellenborn, S.   9
  • Rollert, Otto: Zwei kaum bekannte Erfurter familiengeschichtliche Quellen, S. 49
  • Steiner, Dr. Otto: Ein 250 Jahre altes Schulmeistergeschlecht, S. 77
  • Steiner, Dr. Otto: Die Nachkommen des Joh. Steiner aus Untersiemau
  • Stössinger, Dipl. Ing. S.: Der „Leader von Schlesien“ und seine Beziehungen zu Thüringen, S. 74
  • Stössinger, Dipl. Ing. S.: Thüringer im Auslande, S. 30
  • Tille, Dr. Armin: Rastenberger Sippen, S.   1
  • Zwei thüringische Schulmeister aus dem 17.Jahrhundert, S. 41
    • Nikolaus Beyer, Schuldiener zu Neustedt 1662.
    • Joachim Junge, Schulmeister in Ottmannshausen 1650

Namensverzeichnisse

  • Bamler, Dr. Friedrich: Die Familien u. ihre Versippung im ältesten Kirchenbuch Frankenthal bei Gera (1646 bis 1716), S. 18
  • Bauer, Max: Bürgergeschlechter der Stadt Gera Anno 1532 und 1542 (J.), S. 101
  • Caemmerer, Dr. Erich: Stammbuch des Hartmann Friedrich Ludwig Cossius aus Eisenach, Student d. Rechte in Jena 1758 und 1759 (J.) 111 (J.), S. 113
  • Dötsch, Siegfried: Die Bevölkerung d. Amtes Schleusingen um 1530  (J.), S. 107
  • Dötsch, Siegfried: Die Einwohner von Ilmenau um 1500 (J.), S. 154
  • Mucke, Th.: Familien hinter dem Ettersberge (J.) 116, (J. ) 129, (J.), S. 145
  • Schmidt-Ewald, Dr. Walter: Das Erbbuch des Amtes Heldburg aus dem Anfang des 16. Jahrhunderts (J.), S. 97
  • Schmidt-Ewald, Dr. Walter: Gothas Einwohner im Jahre 1733 (J.), S. 165
  • Unrein, Lidda: Gelegenheitsfunde aus dem Kirchenbuch der Garrnisongemeinde zu Gotha (J.), S. 155
  • Voß, A.: Jechaer Sippen vor 1813, S. 91
  • Wilhelm, Herbert: Die Türkensteuer der Herren von Ende (J.) 157, (J.) S. 161

Stammtafel

  • Die Sippe Koetschau I, S. 73

Namenweiser

  • Namenweiser zum 3.Jahrgang (1937) d. „Thüringer Sippe“ (J.), S. 177

Familienverbände

  • Zehnter Bonsackscher Familientag, S. 80
  • Geschlechterverband Fikentscher u. Trommsdorff, S. 31
  • Familienverband d. Nachkommen d. Ratsverwandten Wolfgang  Hempel aus Dippoldiswalde, S. 61
  • Siebenter Hohlseher Familientag, S. 80
  • Sippenbund Hoßfeld, S. 15
  • Archiv d. Fam. Kaiser (Keiser, Kayser u. ä.), S. 31
  • Verband d. Fam. Leidner, S. 62
  • Sechster Lunderstedter Familientag, S. 79
  • Pampelscher Familientag, S. 30
  • Thiemscher Familienverband, S. 31
  • Trommsdorff s. Fikentscher, S. …
  • Die Familien Zeiß, Zeyß, Zeise in Thüringen, S. 15

Rundfragen

  • Pfarrer Andreas Dreßler 1627-1644 in Himmelsberg, S. 95
  • Kirchen u. Schuldiener Martin Stösiger 1672-1694 i. Sachsenburg, S. 80
  • Nachkommen v. Salzburger Emigranten i. Thüringen, S. 95

Mitteilungen

  • Beitritt der Arbeitsgemeinschaft Altenburgischer Familienverbände u. Freunde der Familienforschung als Ortsgruppe der TSG, S. 48
  • Beitritt d. Erfurter Genealogischen Abends als Ortsgruppe d. TSG, S. 48
  • Gründung d. Ortsgruppe in Coburg, S. 32
  • Gründung einer sippenkundlichen Abteilung d. Museumsver. i. Jena, S. 32
  • Jahreshauptversammlung der TGS. 1938, S. 95
  • Mitgliederverzeichnis, S. 96
  • Persönliches, S. 80
  • Thüringisches sippenkundliches Schrifttum, S. 32
  • Veröffentlichung von Vertragsankündigungen u. Tätigkeitsberichten d. Ortsgruppen, S. 32
  • Verzeichnis d. Ortsgruppen u. Stützpunkte d. TSG, S. 59
  • Zeitschrift, S. 96
  • Zusammenschluss d. Berliner Mitglieder, S. 96

Berichte der Ortsgruppen

  • Altenburg, S. 60
  • Gera, S. 44
  • Weimar, S. 59

Buchbesprechungen

  • Ahnentafel d. Gebrüder Pirner-Ottenfoos bei Nürnberg, S. 14
  • Die Sippe, S. 64
  • Horlbeck, Max: Die Horlbeck im Vogtland, im angrenzenden Thüringen und Franken, S. 93
  • Kürschner, W.: Die Sippe Kürschner aus Brotterode am Inselsberg, S. 46
  • Malsch, Dr. Fritz: Nachfahrentafel u. Geschichte der Familie Malsch aus Brotterode, S. 45
  • Reukauf, Dr. August: Geschichte des thüringisch-fränkischen Geschlechts der Reukauf, S. 63
  • Schmidt, Dr. Georg: Stammtafel Schmidt aus Zeppenfeld mit Listen der Töchternachkommen, S. 47
  • Schmidt, Dr. Georg: Ahnentafel Geschwister Schmidt, Saalfeld, 1922-34, mit Nachfahrenlisten der 16 Ahnen, S. 47
  • Schmidt-Pretoria, Werner: Der Kulturanteil des Deutschtums am Aufbau des Burenvolkes, S. 94

Sucht Ihr noch oder findet Ihr schon? Big Data und Genealogie

Big Data

…wieder so ein Zauberwort. Aber was ist das überhaupt und was hat das mit Ahnenforschung zu tun?

Wer ist nicht schon einmal beim Surfen, sei es in einem Online-Shop oder einem Nachrichtenportal auf den Begriff „Verwandte Artikel“ gestoßen? Auch auf dieser Seite wird man diese hilfreichen Hinweise finden. Meistens werden hier die Beiträge mit einer Handvoll Stichwörtern (Tags) versehen, die sich dann auch in den verwandten Themen wiederfinden lassen.

Verwandtschaftsverhältnisse von Toastern und Kaffeemaschinen

Nun, es ist also dank modernster Technik möglich, solche Verknüpfungen herzustellen. Ein Online-Shop weiß zum Beispiel, dass ich mir letzte Woche einen neuen Toaster gekauft habe. Warum der Toaster nun schon wieder kaputt ist, gäbe ausreichend Stoff für weitere Diskussionen z. B. über Qualität und Nachhaltigkeit. So platziert der liebe Online-Krämer an prominenter Stelle die zu meinem Toaster passende Kaffeemaschine. Kann er jetzt schon ahnen, dass die Kaffeemaschine nächste Woche ebenso ihren Geist aufgibt? Sicherlich nicht, aber warum sollte ich sonst schon wieder seinen Shop besuchen!

Dabei ist es immer wieder verblüffend, warum der Online-Händler meines Vertrauens mehr über mich und meine Gewohnheiten weiß, als ich wohl jemals über meinen längst verstorbenen Opa herausfinden werde. Und dieses Wissen teilt er (bewusst oder unbewusst) mit Suchmaschinen, sozialen Netzwerken, Banken, Versicherungen, Geheimdiensten und anderen (Daten-)Händlern. Unsere Datenschutzverordnungen messen hier meiner Meinung nach mit zweierlei Maß. Wie oft werden uns Genealogen aus datenschutzrechtlichen Gründen Steine, wenn nicht Felsbrocken in den Weg gelegt.

Online-Profile – Die genealogische Quellengattung der Zukunft?

In aller Regel werden unsere persönlichen Angaben zusammen mit Kaufverhalten, Bonität, Haarfarbe, Lieblingsbuch, Schwiegermutter und Wohngegend computergestützt zu einem detaillierten Nutzerprofil zusammengebacken. All das akzeptieren wir normalerweise mit den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) des Online-Händlers. Wer liest sich das schon immer durch? Zumal sich die AGBs sehr zur Freude eines neuen Berufszweigs (Abmahnanwälte) teilweise im Wochenrhythmus ändern. Übrigens hilft es gar nichts, sich allmonatlich kettenbriefartige Widerspruchstexte auf die Facebook-Seite zu pinnen. Entweder akzeptiert man die AGBs oder man kündigt den Nutzungsvertrag unter Verlust zahlreicher virtueller Freundschaften.

Auch wenn der Kunde immer König zu sein scheint und der Paketdienstleister jedes noch so große Paket nach Hause bringt, es hat doch ein eigenartiges „Geschmäckle“. Vielleicht verzichtet man eben deshalb auf den Online-Einkauf und kauft weiter beim Händler vor Ort. Aber dann bitte schön in bar und ohne Kunden- oder Bonuskarte. Paranoid angehauchte Zeitgenossen sollten vorher auch noch das Smartphone ausmachen. Denn ein ähnliches Sammelverhalten legen Betreiber von Suchmaschinen oder sozialen Netzwerken sowie diverse Apps an den Tag. Sie verdienen Ihr Geld fast ausschließlich mit dieser Sammelleidenschaft oder der daraus profilangepassten Werbung.

Gern würde ich ein paar Jahrzehnte in die Zukunft schauen können. Mich würde brennend interessieren, ob diese Daten später einmal für Genealogen nutzbar sein werden. In den meisten Fällen wird jedoch die Erkenntnis über das Kaufverhalten des Vorfahren wohl nicht unbedingt im Fokus der genealogischen Forschung stehen. Manche Sachen will man ja auch gar nicht wissen.

Zahncreme-Geschwister und Deo-Cousinen

Für die Wirtschaft sind wir Konsumenten schon dann miteinander verwandt, wenn wir die gleiche Zahncreme kaufen. Stichwort „Kunden, die sich diesen Artikel angesehen haben, interessieren sich auch für…“ Wir unterscheiden uns dann vielleicht nur noch in der Wahl eines anderen Deodorants. Was Sicherheitsbehörden für Rückschlüsse aus solchen Daten ziehen, mag ich mir gar nicht vorstellen.

Mittlerweile hat man jedoch auch in der Wirtschaft erkannt, dass dieser Datenwust nicht mehr beherrschbar ist. Die Reaktion darauf heist „Small Data“. Und auch die EU wird 2018 eine neue Datenschutzverordnung einführen, die den Konsumenten etwas besser vor dieser unkontrollierbaren Datenverknüpferei schützt, was den Umgang mit persönlichen Daten deutlich erschweren soll. Das Ergebnis bleibt wie immer abzuwarten. Ihr dürft Euch jedenfalls schon mal auf viele neue Datenschutzerklärungen freuen.

Was hat das nun alles mit Ahnenforschung zu tun?

Die Ziele von Wirtschaft und Genealogie sind zwar völlig unterschiedlich, die Denkmuster sind jedoch sehr ähnlich. Der Genealoge ist nämlich eine organische Suchmaschine mit vorwiegend natürlicher Intelligenz. Alles, was er findet, versucht er mit bereits gewonnen Daten zu verknüpfen. Meistens landen die so gewonnenen  „Stammbäume“ dann in kommerziellen Online-Datenbanken, auf privaten Websites oder in den Datenbanken genealogischer Vereine wie Compgen.de

Was dann noch nicht in das große Puzzle passt, wird entweder nicht weiter beachtet oder kommt erstmal auf Halde, sprich in die Ablage. Irgendwann findet man vielleicht eine Verwendung für diesen genealogischen Abraum.

Und diese Ablage ist eine riesengroße Fundgrube. Das ist sozusagen unser „Big Data“-Bereich, der bisher nur wenig genutzt wird. Warum? Kaum jemand von uns bietet Informationen, viele suchen einfach nur. Da kommt es entsprechend häufig vor, dass die gleichen Informationen von verschiedenen Forschern zusammengetragen werden, weil man die gleiche Quelle durchsucht hat. Das ist nicht wirklich effektiv und quellenschonend.

„Small Data“ für Genealogen

Habt Ihr nicht auch neben Euren ausführlichen Ahnentafeln und -listen Informationen in Eurer genealogischen Grabbelkiste, die für Euch selbst erst einmal nutzlos erscheinen? Ich könnte wetten, in 2-3 Jahren könnt Ihr Euch nicht einmal mehr daran erinnern, dass Ihr sie überhaupt habt.

Wie wäre dann es, wenn wir alle gemeinsam dieses Wissen zusammentragen und Zahncreme mit Deo verknüpfen? Was meint Ihr? Ich freue mich auf Eure Meinung!

„Die Thüringer Sippe“ – Inhaltsverzeichnis 5. Jahrgang 1939

AGT

Aufsätze und Verzeichnisse

  • Alberti, Wilhelmi: Gneisenau und Alberti. Die Überwindung eines toten Punktes, S. 52
  • Bamberg, Paul: Weitere Nachrichten über den Personenkreis um das Goldbergwerk Steinheid im Thüringer Wald, S. 24
  • Bamberg, Paul: Bürgerliste der Stadt Langewiesen 1748, S. 119
  • Bamler, Dr. Friedrich: Nur einmal im 2.Kirchenbuch von Frankenthal (Thür.) auftauchende Namen, S. 116
  • Brödel, Albert: Die Ratslinie der Stadt Königsee, S. 18
  • Feuchtner: Die österreichischen Freiherren von Feuchtersleben, ein südthüringisches bürgerliches Beamtengeschlecht, S. 128
  • Gerstenhauer: Die Familien Gerstenhauer und Greß, S. 38
  • Hänsel, Robert: Erbbücher der Herrschaften Kranichfeld und Schauenforst 1543 und 1566, S. 88
  • Henning, Friedrich: Die Erb- und Lehenszinsregister des Stifts in Römhild aus 3 Jahrhunderten, S. 111
  • Jacob, Hugo: Ein Erfurter Familienschicksal in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges, S. 98
  • Koch, Dr. Herbert: Else Abbes Verwandtschaftskreis, S. 36
  • Kühnert, Dr. H. (Rudolstadt): Jahreshauptversammlung der TGS in Saalfeld, S. 10
  • Löber, Dr.: Die sogenannte Stephansche Auswanderung in den in den Jahren 1838 und 1839, unter besonderer Berücksichtigung personeller. wirtschaftlicher und sozialer Fragen, S. 120
  • Müller, Dr. Hans: Jenaische Ahnen des Dichters Ludwig Finckh, S. 33
  • Müller. R. H. Walther: Das Nordhäuser Ackerzins-Register von 1609, S. 108
  • Ricker, Otto: Kirchenbucheinträge als Zeitspiegel, S. 54
  • Schmidt-Ewald. Dr. Walter: Betrachtungen zur Geschichte des Geschlechts Hornschuch, S. 68
  • Schmidt-Ewald. Dr. Walter: Sangerhäuser Namen von 1438, S. 87
  • Schmidt-Ewald. Dr. Walter: Thüringer im Burenland, S. 59
  • Spies, K.: Zur Familiengeschichte von Heinrich Schütz, S. 31
  • Tröge, Walther: Die thüringische Bauernsippe Kellner-Spindler in Gniebsdorf (Bez.Jena), S.   1
  • Unrein, Georg: Musterung des Amtes Volkenroda 1588, S. 95
  • Unrein, Lidda: Thüringer in Pernau in Estland, S. 65
  • Wallner, Karl: Nachkommen der Bachofen von Echt in Thüringen, S. 85
  • Will, Fritz: Die Zinsregister der Pfarrei Friedebach 1565-1595, S. 93
  • Winkler, Hans: Die Winkler in Orlamünde, S. 49

Ahnenlisten und Stammfolgen

  • Ahnenliste Feuchter, S. 57
  • Stammfolge der Familie Feuchter, S. 44
  • Stammfolge Gneisenau, S. 53
  • Nachfahrentafel Kellner-Gniebsdorf, S. 7
  • Stammfolge des Geschlechts Kellner-Spindler in Gniebsdorf, S. 9
  • Ahnentafel Schneider, S. 57

Familientage

  • Achter Familientag der v. Hoff, S. 16
  • Elfter Famtg. der v. Holleben, S. 16
  • Famtg. der Sippe Kohlstock, S. 128
  • Reichardtscher Famtg. in Potsdam, S. 56
  • Famtg. der Fa. v. Stein, S. 16
  • Famtg. der v. Seebach , S. 16

Rundfrage

  • Landwirt und Postexpedient Friedrich Bernhard Traugott Beyer 1785-1851 in Sömmerda, S. 58

Mitteilungen

  • An unsere Mitglieder , S. 17
  • Berichtigung, S. 128
  • Ehrung eingesessener Familien in Schleiz, S. 128
  • Eine Mohrentaufe, S. 127
  • Judenspößlinge, S. 127
  • Namensänderung (Narr-Reinhold), S. 128
  • Soldatentaufen -und Trauungen, S. 127
  • Aus dem Kirchenbuch Schwabhausen bei Gotha von 1589-1718, S. 127

Berichte der Ortsgruppen

  • Erfurt, S. 13
  • Weimar, S. 85

Buchbesprechungen

  • Ahnenarchiv, S. 61
  • Die ersten Thüringer Dorfsippenbücher
    • Schulze, Fritz: Dorfsippenbuch Hausen bei Arnstadt, S. 62
    • Deile, Artur: Dorfsippenbuch Nermsdorf bei Weimar, S. 62
    • Besser, Kurt: Dorfsippenbuch Neuhof bei Schleusingen, S. 62
  • Geschichtsblätter der von Hoff (Friedrich Mann), S. 15
  • Granichstaedten-Cerva, Rudolf: Bibliographische Quellen zur Tiroler Familienforschung, S. 126
  • Heubel, Johannes: Die Thüringer Heubel, S. 64
  • Mucke, Theodor: Thüringische Feldmeister u. Scharfrichter, S. 15
  • Scharfenberg, Hugo: Hundertjährige Deutschlands aus alter und neuer Zeit, S. 126
  • Schmidt-Pretoria, Werner: Der Kulturanteil des deutschen Vollkes am Aufbau des Burenvolkes, S.59
  • Vopelius, Bernhard: Aus der Geschichte der Fam. Vopelius, Heft 1-6, S. 62

„Die Thüringer Sippe“

Die Thüringer Sippe

Mitteilungen der „Thüringischen Gesellschaft für Sippenkunde“ 1935-1944

Eine Betrachtung und Erinnerung als Gesamtinhaltsverzeichnis

Bearbeitet und erstellt

von

Peter-Jürgen Klippstein

 

Als Beilage zum Mitteilungsblatt der AGT im Jahre 2008, dem 25 jährigem Jubiläum der Wiedergründung einer genealogischen Gesellschaft in Thüringen

Die „Thüringer Sippe“ wurde zu Beginn ihres Erscheinens, im Jahre 1935, als Beilage zum „Thüringer Fähnlein“ vertrieben. Später gab es wohl auch selbstständige Ausgaben. [1] Kriegsbedingt endete die Publikation im Jahre 1944. Bei Recherchen zu einzelnen Aufsätzen dieser Zeitschrift konnte festgestellt werden, dass in keiner Bibliothek Thüringens (Archive eingeschlossen) eine Gesamtedition vorliegt und somit eine Reihe der darin publizierten Aufsätze der Öffentlichkeit nicht mehr zugänglich sind. [2] Aus den erhalten gebliebenen Beständen mehrerer Archive und Bibliotheken konnte ein fast komplettes Gesamtinhaltsverzeichnis von 1935–1944 mit allen Aufsätzen, Mitteilungen, Buchbesprechungen etc. erstellt werden.

Ein „Gesamtinhaltsverzeichnis“ wurde schon einmal veröffentlicht. Der Heinz Reise Verlag Göttingen legte 1953 in „Der Schlüssel“, die Bearbeitung von Otto Steinwede vor [3], das in erster Linie die genealogischen Aufsätze beinhaltet (mit Register der Verfasser und ihren Beiträgen sowie einem Ortsregister), weniger die anderen vielen Mitteilungen (Vereinsnachrichten, Buchbesprechungen, Familientage, etc.) die die einzelnen Hefte enthalten und auch für die Genealogie und Geschichte in den betreffenden thürigischen Dörfern und Städten von Bedeutung sind.

Die „Thüringische Gesellschaft für Sippenkunde“ (TGS) wurde am 16.6.1935 in Neudietendorf als Landesverband genealogischer Vereine gegründet. Dieser Gründungsversammlung gingen einige aus heutiger Sicht unklare Vorgänge voraus. Es gab den „Volksbund deutscher sippenkundlicher Vereine“  und den „Reichsverein für Sippenforschung und Wappenkunde“ der erst 1934 gegründet worden war. Die Auflösung des letzteren hatte die Neugründung der TGS zur Folge. Es dürfte sich bei diesen Vorgängen um eine der damals bei allen Organisationen und Vereinen einsetzenden nationalsozialistischen „Gleichschaltungsmodalitäten“ gehandelt haben. Einige der Thüringer Vereine haben sich diesem ersten „Gleichschaltungsversuch“ nicht gebeugt, u. a. der „Erfurter Genealogische Abend“, wie auch Altenburg und Nordhausen.

So heißt es in einem Bericht von der II. Landestagung der TGS in Gera aus dem Jahre 1936, „Sollten sich trotzdem immer noch Eigenbrötler finden, die diese von der obersten Führung gewünschten Einheitsbestrebungen störten, so werde die Gauleitung Mittel und Wege zur Abhilfe finden.“. Der traditionsreiche Verein „Erfurter Genealogischer Abend“ trat der TGS erst im Januar 1939 bei. Die Erfurter Genealogen gaben nach wie vor ihre eigenen Publikationen heraus.

Die Veröffentlichungen aus der Zeit von 1933-1945 in der „Thüringer Sippe“ und anderen Publikationen genealogischer Vereine, sind meist getragen vom Bemühen der Genealogen ihre wissenschaftlichen Forschungsergebnisse zu publizieren, um sie so einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen.

Nach der „Gleichschaltung“ der Vereine (1935) zeigen einige Beiträge tendenziöse Richtungen zum Nationalsozialismus und seiner Rassentheorie. Von diesen Passagen in den betreffenden Aufsätzen muss man sich distanzieren.

Betrachtet man insgesamt die genealogischen und heimatgeschichtlichen Veröffentlichungen ohne dieses zeitlich tendenziöse „Beiwerk“, so handelt es sich um Ergebnisse seriöser Forschungen, auf die jeder Genealoge bei seinen eigenen Untersuchungen aufbauen kann. Wenn darüber hinaus durch Kriegseinwirkung die Originalquellen verloren gegangen sind, so sind die Ergebnisse dieser genealogischen Arbeiten, die durch Publikationen gesichert sind, wichtige Grundlagen der weiteren Forschung (s. z. B. im Stadtarchiv Nordhausen) [4]. Eine alte Weisheit in der Genealogie ist -Ergebnisse genealogischer Forschungen veralten nie-.

Kriegsbedingt wurde das Vereinsleben der genealogischen Verbände immer weniger bzw. die Arbeit hörte ganz auf. Mit dem Ende des Krieges lösten sich die meisten Vereine von selbst auf oder waren nicht mehr tätig. Die ehemaligen Mitglieder hatten andere Sorgen. Besonders in der späteren DDR mussten aus politischen Gründen die Genealogen Ihre Tätigkeit mehr im Verborgenen ausüben.

Nur wenige Exemplare der unterschiedlichen Publikationen der genealogischen Verbände sind vermutlich erhalten geblieben. So erscheint es als wichtig die Auflistung der publizierten Forschungsergebnisse mit dieser Inhaltsübersicht in Erinnerung zu rufen und den heutigen Forschern als weiteres Hilfsmittel zur Verfügung zu stellen.

Eine genauere Durchsicht der Autoren der Aufsätze zeigt, dass eine stattliche Anzahl  der Forscher mehrfach mit Beiträgen hervortrat, so z. B. Robert Hänsel, Dr. Friedrich Bamler, Dr. Walter Schmidt-Ewald, um nur einige zu nennen. Bei Dr. Bamler handelt es sich um den Autor der „Bibliographie der Sippenkunde in Thüringen“. Zu Bamler schrieb sein Forscherfreund und Zeitgenosse, unser Ehrenmitglied, der verstorbene SR Dr. med. Hans-Joachim Kretschmar: „Wie Sie ja wissen ist die Dr. Bamlersche Bibliographie zur Sippenkunde in Thüringen bruchstückhaft und sollte vom ihm ergänzt und verbessert werden. Er ist darüber gestorben und seine Materialsammlung in zwei Waschkörben wurde von m. (einem) Freund Schumann in Gera übernommen. Dieser starb auch und eine Anfrage bei der Witwe ergab, dass man alle Unterlagen wegen Platzmangels (also die Inhalte der beiden Waschkörbe) vernichtet hat. [5]

Bei dieser Gelegenheit muss zum wiederholten Male darauf hingewiesen werden, dass die Sicherung unveröffentlichter genealogischer Materialien, die oft in lebenslanger Forschertätigkeit erarbeitet wurden, sehr wichtig ist, dass man vorher bestimmen muss, was damit geschieht (auch testamentarisch, man darf es auf keinen Fall der Willkürlichkeit der Erben überlassen [s. Bamler]).

Anmerkung: Durch die Lückenhaftigkeit der Originalhefte in den unterschiedlichen Archiven bzw. Bibliotheken, aus denen das Gesamtinhaltsverzeichnis zusammengestellt wurde, besteht die Möglichkeit, dass einige Beiträge nicht aufgeführt sind. Für die entsprechende Korrektur wäre ich dankbar.

Peter-Jürgen Klippstein, Erfurt 1991 [6] (2008)

[1] Ab 1939 fehlt im Titelblatt der Hinweis auf die Beilage zum „Thüringer Fähnlein“.

[2] So z.B. die „Thamsbrücker Ratslinie 1336-1800“ von Friedrich Mann, Thüringer Sippe, 1937 S. 145 ff.

[3] Der Schlüssel, Gesamtinhaltsverzeichnisse mit Ortsquellennachweisen für genealogische und historische Zeitschriftenreihen, Geleitet von Heinz Reise, Göttingen 1953, April, Heft 9.

[4]  Die genealogischen Bestände des Stadtarchivs Nordhausen und die archivarischen Unterlagen des genealogischen Vereins der Stadt, wurden z. großen Teil Opfer der Bombardierung. Lediglich eine genealogische Zettelkartei, aus dem Ende der 20er Jahre bis Anfang der 40er, sind von der Vereinsarbeit im Stadtarchiv vorhanden geblieben. (Brf. Dr. Kuhlbrodt –Leiter Stadtarchiv Nordhausen – an P.-J.K., vom 21.09.1990).

[5] Brf. Dr. Kretschmar an P.-J.K., vom 08.11.1990.

[6] Eine Veröffentlichung dieser Zusammenfassung war schon 1991 geplant, doch da erhielt ich Kenntnis von der Edition eines Gesamtinhaltsverzeichnisses im „Schlüssel“. Damals war ich der Ansicht eine Veröffentlichung genügt, hatte nicht bedacht, dass nur die Aufsätze in der Bearbeitung des Inhaltsverzeichnisses von Otto Steinwede einbezogen waren, der Gesamtinhalt der Thüringer Sippe wurde nicht beachtet. (PJK)

 

Die Inhaltsverzeichnisse: