Die Vereinheitlichung von Vornamen

In den ersten Zügen der Familienforschung habe ich versucht, mich auf die Angaben von Verwandten zu verlassen und Personen unter dem Vornamen zu finden, welcher im familiären Kreis gebräuchlich war. Recht schnell mußte ich jedoch erkennen, daß ein „Minchen“ oder ein „Fritz“ nicht immer so gehießen haben. Anstelle dessen fand sich im Pfarr- oder Standesamt

Tino Herrmann

100.000 Mann an Bord – Quantität=Qualität?

Mein Stammbaum umfasst über 100.000 Personendatensätze! Solche Zahlen beeindrucken ungemein, je größer desto besser. Mich allerdings nicht mehr. Was aber steckt da hinter? Waren hier besonders fleißige Forscher am Werk? Mitnichten! Rechenexempel Genealogie hat ein Stückweit auch mit Mathematik zu tun. Wenn wir einzelne Daten von Personen zunächst nicht finden können, schätzen wir sie. Damit

Quellen digitalisieren – ohne Buchscanner

Hat jemand von Euch einen professionellen Buchscanner, mit dem man alte (Kirchen-)bücher digitalisieren kann? Ich denke, eher nicht. Der gute Flachbettscanner vom heimischen PC ist  bei den meisten von Euch Bestandteil eines Multifunktionsdruckers, kann maximal A4-Blätter einscannen und ist auch nicht wirklich schnell. Also denkbar ungeeignet für den Einsatz im Archiv oder Pfarrbüro. Mal ganz

Quo vadis OFB?

Ein OFB (Ortsfamilienbuch) ist wohl die meistgenutzte Sekundärquelle eines Genealogen. Zeit, sich einmal mit dieser Quellengattung auseinanderzusetzen. Unser Hobby Genealogie ist eine äußerst vielseitige historische Hilfswissenschaft. Man kann sich auf vielerlei Art und Weise mit dem Leben und Sterben der Altvorderen beschäftigen. In der für Anfänger bekanntesten Form versucht man die „Friedhofsdaten“ der Vorfahren zu

Wandernde Handwerksgesellen

Im Rahmen einer Recherche zu gewanderten Handwerksgesellen kommen verschiedene Hilfsquellen in Betracht: Innungsurkunden Geburtsbriefe, Lehrbriefe und sog. Kundschaften (Kundschaftszeugnisse), zusammengefaßt unter dem Begriff Innungsurkunden (bzw. Innungsakten) = Quellengattung Geburtsbriefe waren Abstammungsnachweise; nachgewiesen werden mussten die eheliche Abstammung, die ehrliche Herkunft (der Vater durfte keinem der als unehrlich geltenden Gewerbe angehört haben, insbesondere nicht Abdecker, Scharfrichter,

Schulmeisterkartei im Hauptstaatsarchiv Dresden

Ein weiterer Hinweis unseres Forscherfreundes Thomas Engelhardt: Für einen Teil des Bestandes Oberkonsistorium (Vokationsakten) liegt ein Index mit Personennamen von Kirchen- und Schuldienern (Konsistorialkartei) vor. Diese oft auch “Schulmeisterkartei” genannte Kartei hilft ggf. weiter. Der Bestand ist im HStA Dresden überliefert (“Schulsachen”). Das Zeitfenster etwa 1594- ca. 1800. Die Benutzung gestaltet sich etwas kompliziert, da

Uneheliche Kinder und sozialgeschichtliche Aspekte sowie Kennzeichnung in Kirchenbüchern

Folgender Beitrag wurde uns freundlicherweise von unserem Mitglied Thomas Engelhardt zur Verfügung gestellt: Immer wieder begegnen dem recherchierenden Genealogen in den kirchlichen Amtshandlungsregistern (Kirchenbuchregistern) Taufen unehelicher Kinder. Viele Pfarrer kennzeichneten uneheliche Geburten im Geburtenregister bzw. Taufbuch. Dabei begegnen regelmäßig die unterschiedlichsten Formen. Eine einfach gezeichnete Hand, oft auch noch zusätzlich mit Tinte ausgeschwärzt, auf den

Tips für die Ahnenforschung

Ahnenforschung in Thüringen Wo fange ich mit der Suche an? Die Frage stellt sich wohl jeder erst einmal. Und es gibt hierfür sogar ein Rezept, das man nicht nur im Gothaer Land, in Thüringen, sondern mehr oder weniger in ganz Deutschland anwenden kann. Viele Blogs, Websites oder Fachbücher widmen sich mit diesem Thema und bei